Maria Brunner, Traum im Traum, 2013  

Maria Brunner, Traum im Traum, 2013

 

Maria Brunner, Traum im Traum, 2013, Öl auf Leinwand, 210 x 150 cm
Josef Franz Würlinger vermachte zwanzig Werke aus seiner wertvollen Sammlung von Zeichnungen und Gemälden und ermöglichte mit einer beachtlichen Summe den Erwerb des Gemäldes „Traum im Traum“ von Maria Brunner

Kunstgeschichtliche Sammlungen,

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Das Legat Josef Würlinger


Josef Franz Würlinger vermachte zwanzig Werke aus seiner wertvollen Sammlung von Zeichnungen und Gemälden und ermöglichte mit einer  beachtlichen Summe den Erwerb des Gemäldes „Traum im Traum“ von Maria Brunner


Der Name Josef Franz Würlinger wird seit einigen Jahren mit einer besonderen Form von Mäzenatentum verbunden. 2005 trat er mit einer privaten Stiftung von jährlich 3.500 Euro für einen Kunstpreis an die Öffentlichkeit. Damit hat er bewiesen, dass die Förderung von Kunst über vielfältige Wege erfolgen kann. Im Rahmen dieser Stiftung wurde von 2005 bis 2014 der Josef-Würlinger-Preis an zehn KünstlerInnen verliehen, die nach Ermessen einer Jury die beste Ausstellung des jewei-ligen Jahres in der Fördergalerie der Stadt Innsbruck, der Galerie im Andechshof, präsentiert hatten. Dazu zählten:  Gerhard Diem, Romana Fiechtner, Martina Gasser, Michael Strasser, Walter Methlagl, Annja Krautgasser, Ina Hsu, Ursula Groser, Anemona Crisan und Roland Maurmair.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit im Amt der Tiroler Landesregierung, unter anderem für die Tiroler Wohnbau- und Tourismusstatistik, war Würlinger ein begeisterter Sammler von Kunst. Aus seiner reichhaltigen Sammlung schenkte er zwischen 2006 und 2011 dem Ferdinandeum Arbeiten von Herbert Brandl, Arnulf Rainer und Andy Warhol. 2007 erhielt Josef Franz Würlinger für sein Mäzenatentum das Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Landeshauptstadt Innsbruck. Am 23. Jänner 2018 ist er im 73. Lebensjahr gestorben. Zwanzig Werke aus seiner Sammlung von Zeichnungen und Gemälden von KünstlerInnen wie Christian Ludwig Attersee, Gunter Damisch, Eduard Klell, Florin Kompatscher und Hans Staudacher hat er dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum vermacht. Zusätzlich hat der Verein des Ferdinandeums nach testamentarischem Willen Würlingers einen Betrag von 10.000 Euro erhalten, verbunden mit der Auflage, ein Kunstwerk bzw. Kunstwerke für die Sammlung der Modernen Galerien zu erwerben.

 

Im März 2018 konnte damit ein Teil des vom Verein angekauften Gemäldes „Traum im Traum“ (Öl auf Leinwand, 2013) der Künstlerin Maria Brunner finanziert werden. Franz Würlinger setzte mit seiner Stiftung für den Kunstpreis und seinen Schenkungen an das Ferdinandeum und andere öffentliche Institutionen ein wichtiges Zeichen für eine Form der Förderung von Kunst, wodurch das Schaffen von freien Räumen für die künstlerische Arbeit möglich wird.

 

Rosanna Dematté; in: ferdinandea 47, November 2018 bis Jänner 2019, S. 5