Julia Bornefeld, Fantasia e Bagatelle, 2009  

Julia Bornefeld, Fantasia e Bagatelle, 2009

 

Klavier, Stahl, 182 x 150 x 290 cm

Kunstgeschichtliche Sammlungen, Inv.-Nr. P 2334

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Die Begriffe "Fantasia" und "Bagatelle" bezeichnen Kompositionsformen, die sich u. a. durch eine größere Freiheit auszeichnen. Die in Kiel und Bruneck lebende und arbeitende Künstlerin Julia Bornefeld hätte sich für ihren eigenen Klavierunterricht deutlich mehr Freiheit gewünscht. Bornefeld wurde in eine Musikerfamilie geboren. Als Kind ist ihr bevorzugter Speilplatz in der Wohnung des Großvaters Rudolf Graf (in Innsbruck tätiger Komponist, Kapellmeister und Pädagoge, dessen Nachlass in der Musiksammlung des Tiroler Landesmuseums aufbewahrt wird) unter dem Flügel, dessen Elemente ihr Oeuvre von Beginn an prägen. Immer wieder demontiert Bornefeld auch echte Klaviere: Hier wird ein Kalvier von einem riesigen Messer durchstoßen. Bornefeld will die angedeutete Zerstörung jedoch nicht als Abrechnung mit der Musikerziehung verstanden wissen und wendet sie stets in eienen schöpferischen Akt. Text: Verena Gstir