Großglocknerpanoramen, 1865  

Großglocknerpanoramen, 1865

 

Markus Pernhart, Panorama, 1865, 5 chromolithographierte Blätter, je 53,3 x 70,8 cm. Hrsg. vom oesterreichischen Alpenverein

Bibliothek, Inv.-Nr. W 30018/1-5

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Das prachtvolle, in fünf großformatigen Blättern 1865 bei Grefe in Wien publizierte Glocknerpanorama konnte 2008 in erstaunlich gutem Zustand erworben werden. Das Panorama ist mit allen fünf Blättern nur in der Österreichischen Nationalbibliothek, in der Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins und stark beschädigt bzw. restauriert im Kärntner Landesmuseum nachgewiesen.
Markus Pernhart wird 1824 geboren und beginnt früh zu zeichnen. Er wird bestimmend für die Malerei des 19. Jahrhunderts in Kärnten, seine Motive sind vorrangig Landschaftsdarstellungen, sein späteres Werk (er stirbt bereits mit 47 Jahren) ist geprägt von der Panoramamalerei. Von seinem bedeutendsten Panorama, dem Glocknerpanorama, sind drei Ausführungen bekannt. Das große Glocknerpanorama, das sich im Besitz des Landesmuseums in Kärnten befindet, misst über 16 Meter, das sich in Privatbesitz befindliche vierteilige kleinere Panorama immer noch über vier Meter, die fünf angekauften Chromolithographien aneinandergereiht über drei Meter. Die Blätter sind nummeriert und am oberen Rand mit einem kleinen Bergpanorama mit Legende der Gipfel versehen.


Lit.: Mittheilungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, Bd. 3, 1877, 37; Rohsmann, Arnulf: Markus Pernhart, 1992; Haffner, Alfons: Die drei Glocknerpanoramen von Markus Pernhart, in: Carinthia I, 1997, 431-452.

Siehe auch: ferdinandea 35, Seite 6.