Ring, 1. H. 14. Jahrhundert  

Ring, 1. H. 14. Jahrhundert

 

Dukatengold, graviert
H 3,2 cm (Reifen mit Fassung), Dm 2,5 cm (Reifen)

Kunstgeschichtliche Sammlungen, Inv.-Nr. GO 500

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Der dreikantige Reifen weist in der Mitte ein Vierblatt, an den Enden, die Fassung haltend, je einen Löwenkopf auf. An der Innen- und Außenseite des Reifens ist folgende Inschrift eingraviert: DEVS IN NOMINE TVO SALV[UM] ME FAC (Gott, in deinem Namen rette mich). Die hohe ovale Fassung endet oben in einem konisch verlaufenden Rand; der durchbrochene, gravierte Reifen zeigt vier Adler. Der hellblaue Glasstein wird von einer Krappenfassung gehalten.

 

Es könnte sich um den Ring eines Bischofs handeln (Weingartner, 27), der um 1950 in einem Garten in Lienz gefunden worden war und 1957 aus Innsbrucker Privatbesitz angekauft werden konnte (EB 1957, Oktober). Innerhalb der Kunstgewerblichen Sammlung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum ist er das einzige mittelalterliche Schmuckstück; die Anhänger, Hals- und Armbänder, Ohrringe, Krawattennadeln, Broschen und Ringe der Sammlung stammen aus dem 16., 17., 18. sowie vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert und sind insbesondere den Legaten Johann Wiesers im Jahr 1886, Hans von Voltelinis 1938 und Bernhard Höfels 1943 zu verdanken.


Literatur
Magdalena Weingartner, Gold und Silber. Kunstschätze aus Tirol, Katalog Innsbruck 1961, 27, Kat.Nr. 7. - Eines Fürsten Traum. Meinhard II. - Das Werden Tirols, Katalog Tiroler Landesausstellung 1995 Schloß Tirol - Stift Stams 1995 (Dorf Tirol-Innsbruck 1995) 472, Kat.Nr. 18.34

 

Eleonore Gürtler