1823
2019

 

Chronik

 

"Das Museum leidet noch immer an den Nachwirkungen der Reconstructions-Arbeiten ... Die financiellen Mittel des Institutes, das aus den regelmässigen Einnahmen unvermögend ist, für solche ausserordentliche Auslagen aufzukommen, wurden gänzlich erschöpft." Wieder einmal hilft die Sparkasse mit 4000 fl. weiter. Sorgen bereitet vor allem die Loggia, "aus wenig wetterbeständigem Gesteine hergestellt". - Standen 1886 für Ankäufe noch 1954 fl. 50 kr. zur Verfügung (eine bereits damals "bei dem Umfange der Sammlungen des Museums gewiss bescheidene Summe"), sind es 1888 nur 509 fl. 33 kr. (inkl. Bibliothek). - Der Juwelier Bernhard Höfel reinigt und konserviert mehrere Bilder. - Das Legat Ludwig von Wieser stellt das Museum - wie bereits 1886 das seines Bruders Johann Wieser - vor Raumprobleme! - Teilnahme an der Jubiläums-Kunstausstellung in Wien.

 

Die Brüder Ludwig von (rechts) und Johann Wieser (links; mehr zu ihm unter 1886) saßen Josef Büche Porträt. Beide Junggesellen waren vielseitige begeisterte Sammler. Testamentarisch hinterließen sie das von ihnen Zusammengetragene (Gemälde, Bücher, Autographen, Kunstgewerbliches ...) dem Ferdinandeum, dessen Vorstand mittlerweile ihr Neffe Franz von Wieser war.
Kunstgeschichtliche Sammlungen, Inv.Nrn 1998, 1999